Tai-Chi-Chuan

Tai-Chi-Chuan bedeutet höchste Perfektion im Kampf. Kampf ist aber hier ganz besonders im übertragenen Sinne gemeint. TCC ist in den letzten Jahren ungemein populär geworden, so dass man auf die Darstellung (weiche, runde, langsame Bewegungen) eigentlich verzichten kann.

Tai-Chi ist ein Begriff der chinesischen Philosophie, der das Verhältnis und die Wirkung von Yin und Yang zueinander erklärt. Yin-Yang Philosophie hat ihren Ursprung im Taoismus und lehrt, dass jeder Pol den Gegenpol in sich trägt und sich in einer Wechselwirkung mit ihm befindet, ja das alles im Universum im Grunde zweipolig ist und einpolig nicht existieren kann.

Alle Kampfkünste leben aus diesem gegenpoligen System aber Tai-Chi-Chuan versteht sich ganz besonders als Übungssystem, dass dazu da ist dem Urprinzip von Yin und Yang nahezukommen.

Wegen seiner langsamen, entspannten Bewegungsweise ist TCC ein idealer Weg Körpersensibilität zu entdecken und zu entwickeln. Das Training wird oft als anspruchslos und für jeden leicht und ohne Anstrengung erlernbar dargestellt, es setzt allerdings ein Mindestmaß an körperlicher Einsatzbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit voraus.

Tai-Chi-Chuan wird bei uns in Verbindung mit Chi-Gong (Ba-Duan-Qin, 8 Seidenbrokatübungen) unterrichtet.

Einsteiger werden zuerst mit einzelnen Bewegungen im Stehen vertraut gemacht, bevor sie die kurze Yangform erlernen. Dann folgen Partnerübungen und Übungen mit dem Schwert. Wie weit ein Schüler ins Tai-Chi eingeführt wird, liegt allein an seinem Können und seiner Bereitschaft und Fähigkeit sich weiterzuentwickeln.

W. Horstmann kam bereits das erste Mal Ende der sechziger Jahre mit Tai-Chi-Chuan in Kontakt. Aus seiner Lehrtätigkeit sind in den letzten zwanzig Jahren dutzende von Tai-Chi Lehrern und Übungsleitern hervorgegangen.