Gesundheitsorientiertes Training

Kampfkunst wie wir sie vermitteln ist alleine schon durch intensive Haltungsschulung ein hervorragendes Gesundheitstraining. Die Übungen sind so gestaltet, daß Verletzungen so gut wie ausgeschlossen sind.

Wer gesund ist, kann sich voll verausgaben. Jeder körperliche Mangel bremst. Es ist daher von größter Bedeutung, dass man seine körperliche Leistungsfähigkeit pflegt und erhält. Das Training leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. Selbstverständlich sind nicht alle Menschen gleich belastbar. Das Training versucht ein oberes Mittelmaß mit steigender Tendenz zu halten.

Wie hart das Training für Dich ist, bestimmst Du selbst durch die Intensität Deines Mitmachens. Versuche dabei stets auf das zu hören, was Dein Körper Dir sagt. Am Anfang oder bei neuen Übungen ist ein Muskelkater normal. Gegen einen größeren Schmerz darf man aber nie antrainieren. Andererseits muss man für eine Steigerung über gewisse Grenzen gehen. Das ist eine Gratwanderung, mit der man mit der Zeit vertraut wird. Versuche Deinen Körper kennenzulernen, bevor Du das Letzte aus ihm herausholst, aber dann hole das Letzte aus ihm heraus. Versuche keine abrupten Steigerungen und Gewaltakte. Steigerungen sollten allmählich und kontinuierlich sein.

Seit Jahren werden Sportler in zunehmendem Maße durch Äußerungen und Publikationen sogenannter Fachleute verunsichert, Weisheiten die mittlerweile sogar Eingang in Fortbildungskurse für Übungsleiter usw. gefunden haben. Diese immer wieder neu vor allem aus Kalifornien herüberschwappenden Ergüsse von Sportgurus glänzen in der Regel damit, dass sie alles, was bisher gut war, nun plötzlich als schädlich brandmarken. Da werden Yogaübungen verteufelt und über trainierte Sportler wird dieselbe Gleichmachersoße   ausgegossen wie über Alte und Kranke. Diese Erkenntnisse werden natürlich besonders in diesem Land der Versicherungshysteriker gerne aufgegriffen. Der Grund solcher Aussagen ist natürlich, dass die Seminare der teuren Fortbildungskurse gefüllt und begründet werden müssen.

Du solltest Dich von solchen Dingen nicht beeindrucken lassen. Der menschliche Körper ist ein biologisches System. Im Unterschied zu allen leblosen Dingen wächst ein biologischer Organismus unter Anderem durch Belastung. Bei zu wenig Belastung verkümmert er. Die einzige Kunst ist, die Gratwanderung hinzubekommen zwischen der Belastung, die Wachstum erzeugt und einer Überforderung, die abnützt.

Solltest Du Dir darüber Gedanken machen, so denke bitte vor allem daran, dass es viel mehr Menschen gibt, die krank sind, weil sie nicht trainieren, als kranke Sportler.